Heute haben wir zum ersten mal mit unseren Ameisenmitschülerinnen auf Ihre Art gegessen. Das war eklig. Bei ihnen sammeln nur einige wenige das Essen, speichern es in ihrem Mund und verteilen es von dort an alle die Hunger haben. Frau Tauber-Tschinkel nennt das Sozialmagen. Unsere Klassenlehrerin meinte früher hätten auch alle in einer Familie aus einem Suppentopf gegessen und wir sollten uns nicht anstellen nur weil es statt Suppe Ameisennektar ist. Asma findet der Nektar schmeckt himmlisch, sie schleimt sich ein! Angeblich kriegen wir durch das Essen aus dem Mund der Ameisen auch Abwehrstoffe für unser Immunsystem und werden weniger oft krank. Trotzdem weiß ich nicht ob ich mich an dieses Gefühl einen süßen Schleim aus dem Mund von jemand anderem zu essen jemals gewöhnen kann. Der einzige Vorteil ist meiner Meinung nach, dass man immer essen kann wenn eine Ameise in der Nähe ist und nicht auf die Pause warten muss. Diese Sozialmagenküche soll ab jetzt jeden zweiten Tag ausprobiert werden und dazwischen gibt es das normale Mensaessen.

Sozialmagen2